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Transparente Politik
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Wir sind für die Entwicklung des Bahnhofs-Areals

 

Das gesamte Bahnhofsquartier spielt für Kronberg eine besondere Rolle. Der Bahnhof verbindet Kronberger Pendler mit Frankfurt sowie die Ortsteile Kronberg und Schönberg miteinander. Es ist das Entrée für viele Besucher. Die Lage in einer Talsenke am Beginn des historischen Viktoriaparks, umsäumt mit teilweise Jahrhunderte alten Bäumen und der Blick auf die Burg machen das Areal besonders. Das alte Kaiser-Bahnhofsgebäude – wenngleich in keinem guten Zustand – zeugt von seiner Bedeutung auch in früheren Zeiten. Für Frankfurt bedeutet das Bahnhofs-Tal eine wichtige Frischluftschneise.

 

Einiges wird sich in Kürze am Bahnhof verändern. In einer noch vor der Kommunalwahl einberufenen Sondersitzung am 29.02.2016 haben CDU, SPD und UGB den Bebauungsplanentwurf für den oberen Teils des Bahnhof-Areals (Kammermusiksaal, Verwaltungsgebäude, Business Hotel) beschlossen; 7 Stadtverordnete inklusive der KfB-Stadtverordneten haben den Antrag abgelehnt, 2 haben sich der Stimme enthalten.

 

Die Sondersitzung diente leider nicht mehr der Abwägung der zahlreichen Einwendungen der Kronberger Bürger oder der inhaltlichen Auseinandersetzung mit kritischen Fragen nach der Wirtschaftlichkeit und der Korrektheit des Verfahrens. Die KfB bedauert, dass die Große Koalition sich nicht in der Lage sah, dieses für Kronberg einschneidende und in der Bevölkerung sehr kontrovers diskutierte Projekt auf einen Zeitpunkt nach der kurz bevorstehenden Wahl zu verlegen. Stattdessen hat die große Koalition ihre Mehrheit genutzt, die sie bei den Wahlen 2006 erlangte, als noch eine völlig andere Bebauung des Bahnhofareals mit deutlich weniger Baumasse zur Diskussion stand.

 

Die KfB wird sich weiterhin für eine moderatere Bebauung des Gesamtareals einsetzen. Dazu gehören:

 

Baufeld II (Business Hotel, Kammermusiksaal, Verwaltungsgebäude)

 

  • Der Bebauungsplan erlaubt für das Business-Hotel eine maximale Höhe von 23 m. Die KfB hält dies weiterhin für zu hoch und möchte erreichen, dass es deutlich niedriger gebaut wird.

 

  • Die KfB wird weiterhin darauf drängen, dass die wirtschaftliche Gesamtauswirkung auf die Stadt transparent gemacht wird, die Grundstücke verkauft werden:
    Welche einmaligen und laufenden Einnahmen werden erwartet?
    Welche Kosten stehen diesen gegenüber? Dazu zählen beispielsweise Kosten für die Verlegung der Parkplätze und des weiteren Bachverlaufs (Herr Odszuck nannte hierfür einmal einen Betrag von ca. 1 Mio Euro), für Erwerb des Grundstückes für den Bahnhofsplatz sowie den Rückbau von Gleisen und Oberleitungen, für die Erstellung des Bahnhofsplatzes und der durch das Gelände führenden Straße.

 

  • Dem Haushaltsentwurf 2016 ist zu entnehmen, dass das Grundstück für maximal 2,6 Mio Euro verkauft wird. Es ist darzulegen, ob die Stadt tatsächlich bei der Vergabe des Grundstücks einen Marktpreis verlangte.

 

  • Derzeit befinden sich knapp 200 Park&Ride Plätze am Bahnhof. Die KfB hält die zukünftig vorgesehenen 40 Plätze für Pendler und 40 Plätze für Arbeitnehmer und Besucher für zu wenig und wird sich weiterhin für zusätzliche Parkplätze einsetzen. Trotz detaillierter Lagepläne sind bisher keine Parkplätze eingezeichnet. Sie fordert weiterhin, kurzfristig die Plätze zumindest exemplarisch aufzuzeigen.

 

Sanierung und Nutzung des „Kaiserbahnhofs“

 

Die KfB hat im März 2011 dem Kauf des historischen Bahnhofgebäudes durch die Stadt zugestimmt. Seitdem ist es noch immer nicht zu den dringend notwendigen Sanierungsarbeiten gekommen. Stattdessen gruppieren sich um das Gebäude „Buden“ für Kiosk, Fahrkartenschalter und WC. Die KfB wird sich dafür einsetzen, dass der Sanierung und Nutzung des alten Kaiserbahnhofs höhere Priorität eingeräumt wird. Dabei ist eine Kapazität von 16 Parkplätzen (zusätzlich zu den aktuell noch vorhandenen fast 200 Parkplätzen) zu berücksichtigen.

Bebauung Gleis 3 (Areal zwischen Ludwig Sauer Straße und Lokschuppen)

Die KfB ist für eine Wohnbebauung des sog. Gleis 3-Geländes. Allerdings fordert sie eine Reduzierung um ein Stockwerk, was den früher vorgesehenen Plänen entspricht. Zudem ist die begrünte Böschung entlang der Ludwig-Sauer-Straße mit ihrem Baumbestand zu erhalten. Um diese Höhe darstellen und das Grundstück für die Stadt wirtschaftlicher vermarkten zu können, schlägt sie eine andere Nutzung vor: Rüstige/Mobile Senioren, pendelnde Arbeitnehmer ohne Kinder und Studenten schätzen die Nähe zur S-Bahn und die einfache Möglichkeit, nach Frankfurt zu kommen. Günstiger Wohnraum für in Kronberg Arbeitende und Familien mit Kindern sowie Sozialwohnungen sollten stattdessen an anderer Stelle in Kronberg entstehen (s. dazu >> Soziale Verantwortung).

Seit dem 18.2.2016 ist dem Haushaltsentwurf für 2016 zu entnehmen, dass die Stadt für die Nutzbarmachung dieses Areals mindestens 1,6 Mio Euro einplant. Da der Grundstücksverkauf auch zur Haushaltssanierung beitragen muss, ist zu ermitteln, ob die einmaligen und wiederkehrenden Einnahmen die Kosten für die Erschließung und Nutzbarmachung hinreichend übersteigen.

 

Schillergärten

Da durch den Bau des Kammermusiksaals und des dazugehörigen Verwaltungsgebäudes die bestehenden Grünflächen im vorderen Bereich des Bahnhofs zerstört werden, kommt dem Erhalt des grünen Charakters der Schillergärten besondere Bedeutung zu.

Der Plan zur Errichtung eines Gewerbegebäudes zwischen Lokschuppen und Verwaltungsgebäude ist kritisch zu hinterfragen. In Anbetracht erheblicher Leerstände (z. B. Campus Kronberg) ist Bedarf für Bürofläche nicht erkennbar.

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