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  • Rainer Schmidt

Aufrechterhaltung des Spielbetriebs der Kronberger Fußballvereine


"Zunächst einmal die unbestreitbaren Fakten:

  • Der EFC betreibt einen ‚in die Jahre gekommenen‘ Kunstrasenplatz erster Generation, dessen Bespielfähigkeit bereits in naher Zukunft fraglich ist. Dieser Platz wurde seinerzeit mithilfe der Stadt Kronberg für die gemeinsame Nutzung von EFC und MTV (Hockey) finanziert.

  • Die SGO wartet seit Jahren auf einen Kunstrasenplatz, eine Einrichtung auf dem bestehenden Ascheplatz

  • Der FCA bespielt das Fußballfeld auf der Kampfbahn C, das zur Altkönigschule gehört und das seinerzeit ebenfalls mit Kronberger Finanzmitteln beim Schulneubau erstellt wurde

Und nun das Wichtigste: Unsere Kassen sind so leer, dass wir uns Jahr um Jahr bemühen müssen, die Kontrolle über den Haushalt nicht an die Landesaufsicht abgeben zu müssen. Im kommenden Haushalt versuchen wir dies durch eine, eigentlich vom Parlament nicht gewollte, Erhöhung der Gewerbesteuer und andere schmerzliche Beschlüsse abzufangen.

Ich muss zugeben, der Magistrat hat sich in seiner Vorlage Mühe gegeben, Alternativen zu untersuchen und nicht nur finanziell zu bewerten. Fest steht auch, die Quadratur des Kreises wird uns nicht gelingen.

Für mich steht aber auch fest, dass diese Vorlage bereits die Favorisierung auf die Variante 2 zeigt. Warum wird zum Beispiel die Variante 1 (Beibehaltung des Ist-Zustands mit Kostenaufstellung für 2 Kunstrasenplätze) nicht dahingehend fair dokumentiert, dass auch die Investitionsstaus Taunushalle und Haus Altkönig noch einmal öffentlich genannt werden und so in Relation zu den anderen Alternativen gesehen werden können.

Und für die Investitionsstaus sind bestimmt nicht die Fußballvereine verantwortlich, sondern mangelnder Fokus von Verwaltung und weiterführend das für die Finanzierung verantwortliche Parlament.

Ich sehe das so: Unter Termindruck soll die Situation der Fußballvereine als Initialzündung für die Umsetzung von städtebaulichen Visionen z.B. zur Entwicklung des Schönberger Ortszentrums dienen.

Ausgerechnet die Verlagerung des Sportbetriebs aus der Taunushalle war nicht die favorisierte Alternative nach einer öffentlichen Erstvorstellung der Konzepte, sondern der Einsatz von Sanierungsmitteln und gegebenenfalls Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten zur Kostendeckung des Betriebs der Taunushalle.

Und irgendwelche Beschlüsse wurden zu diesem Thema und zur Zukunft des Hauses Altkönig nicht gefasst, die zur nun eingeschlagenen Strategie passen, auch wenn für mich in der Antragsbegründung und in den öffentlichen Äußerungen schon der Anschein erweckt wird, seitens der Verwaltung sei dies beschlossene Sache.

Ich persönlich werde das Gefühl und die Ahnung nicht los, dass wir diese Vorlage präjudizierend nochmals vorgelegt bekommen, wenn es dann eines Tages tatsächlich zu einer Entscheidung zu Varianten aus dem Stadtentwicklungskonzept kommt mit dem Tenor ‚Nun haben wir doch bereits dieses beschlossen und hierfür viel Geld in die Hand genommen, da müssen wir auch weitermachen.‘

Meine Damen und Herren, wir müssen überhaupt nicht weitermachen. Für die Umsetzung der Entwicklungspläne ‚Neues Sportzentrum‘ in dieser Form fehlt einfach das Geld. Und dies bestätigt auch die Beantwortung der Anfrage 87 der CDU-Fraktion aus 2014: Teuer, zeitaufwendig und mit kaum Aussicht, die laufenden Betriebskosten zu reduzieren.

Herr Odszuck, bitte erwarten Sie nicht die Zustimmung der KfB zur Umsetzung dieser Vision des Stadtentwicklungskonzeptes durch die Hintertür. Das Konzept ist weder abschließend öffentlich diskutiert noch sind irgendwelche Maßnahmen beschlossene Sache.

Von mir gibt es hierzu maximal eine ‚Enthaltung‘."

Wortbeitrag, Stadtverordneten-Versammlung 3.12.2015

#Finanzen #Bauen #Oberhöchstadt

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