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  • Kronberg für die Bürger

Jeder Tropfen zählt


Nicht erst seit diesem Jahr stellen wir fest, dass wir immer heißere Sommer erleben und immer öfter die Trinkwasserampel auf GELB oder ROT springt. Dann heißt es ernsthaft zu überlegen, für welche Zwecke kostbares Trinkwasser aus dem Hahn läuft.

Über die Nutzung von Zisternenwasser zur Reinigung, zum Waschen und Gießen wird an vielen Stellen nachgedacht, an der Umsetzung hapert es jedoch noch flächendeckend, wie nicht nur unsere zaghaften und noch nicht so erfolgreichen Vorstöße in Richtung Speicherung von Niederschlagswasser zeigen.

In diesem Jahr kommt dann noch der unsägliche Krieg Russlands gegen die Ukraine hinzu, der auch in unsere Energie- und Rohstoffversorgung hineinwirkt. Unsere Energie- und Umweltminister appellieren an die Bevölkerung, sparsam mit Ressourcen umzugehen.


Dies wollen wir auch auf unsere Eigenbetriebe übertragen. Hier haben wir eine Möglichkeit ausgemacht, zumindest in den Sommermonaten aus unserer Sicht beträchtliche Mengen an Treibstoff und Wasser zu sparen, indem die Reinigungszyklen und -Bereiche der Straßenreinigung überprüft und möglichst verringert werden.

Um es nochmals klarzustellen: es geht hier nicht um Bürgersteige und Bereiche, deren Reinigung und Sauberkeit zu den Aufgaben der Anlieger gehört.

Aus den Eigenbetrieben werden uns für die Straßenreinigung mit ihren 2 Kehrmaschinen gemeldet:

Fahrstrecke 360 km pro Woche

Dieselverbrauch 270 l pro Woche

Trinkwasserverbrauch ca. 10.000 l pro Woche

Wohlgemerkt: pro Woche!


In den Ausschussdiskussionen haben wir klar gemacht, dass es einzig um das Einsparen von Rohstoffen geht, nicht jedoch um das Freisetzen von Personal. Ich danke der Fraktion der FDP, die mit einer diesbezüglichen Klarstellung unseren Antrag zu einem interfraktionellen Anliegen gemacht hat.


Darf ich an dieser Stelle noch bitten, nicht immer gleich reflexartig abweisend zu zucken, wenn die KfB eine Idee hat, die dem Ganzen und uns allen dient. Der schnellen Übermittlung von ‚Tatortfotos‘ aus dem privaten Zuständigkeitsbereich hätte es nicht bedurft. Wir ärgern uns genauso wie alle anderen hier im Haus, wenn wir verschmutzte Kronberger Ecken und Bürgersteige sehen und begrüßen daher die Antragserweiterung, freiwerdende Personalressourcen für ein sauberes Kronberg, für saubere Grünanlagen und Plätze einzusetzen.


Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wo wir im öffentlichen Raum Wasser und Treibstoffe sparen können. Auch wenn dafür am Ende eine Satzungsänderung erforderlich ist.


Wortbeitrag von Rainer Schmidt in der Stadtverordnetenversammlung vom 13.10.2022


> Youtube Kronberg (ab 2:17 h)


So wurde entschieden:

Interfraktioneller Antrag abgelehnt mit 10 Ja (KfB, FDP, 1 Grü, 1 SPD) : 10 Nein (CDU, 2 SPD) : 8 Enth (5 Grü, 1 SPD, 2 UBG)

Ursprungsantrag abgelehnt mit 2 Ja (KfB) : 16 Nein (CDU, SPD, UBG, 2 KfB) : 10 Enthaltungen (FDP, Grü)

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