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KfB möchte das Gebiet um den Grünen Weg als Biotop erhalten


Die unabhängige Wählergemeinschaft KfB-Kronberg für die Bürger möchte das ca. 11.000 Quadratmeter große Gebiet zu beiden Seiten des Grünen Wegs im Rahmen der derzeitigen Überarbeitung des Regionalen Flächennutzungsplans wieder zur „ökologisch bedeutsamen Flächennutzung mit Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung“ erklären lassen.

Im April 2019 wurde anlässlich der Diskussion um die Ausübung eines Vorkaufsrechts im Bereich des Grünen Wegs deutlich, dass dort eine Bebauung in den nächsten 10 oder 20 Jahren mehrheitlich politisch nicht gewünscht ist. „Angestoßen durch einen Antrag der KfB erklärten damals nicht nur die Grünen, sondern auch FDP und CDU, dass sie generell gegen eine Bebauung sind oder diese allenfalls durch zukünftige Generationen entschieden werden solle“, erinnert Dr. Jochen Eichhorn, der die KfB im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) vertritt. „Angesichts dieser breiten politischen Mehrheit ist es nur konsequent, diese Fläche aus dem Flächennutzungsplan abzumelden.“

Das Gebiet „Grüner Weg“ ist nach der gleichnamigen Straße bezeichnet, die neben der Aral-Tankstelle von der Frankfurter Straße abbiegt. Es ist Grüngürtel und Naherholungsgebiet für Bürger aus Kronberg und den umliegenden Orten und zeichnet sich durch viele verschiedene Lebensräume, wie z.B. Streuobstwiesen, Hecken und verschiedene Wiesen und Äcker aus. Damit bieten die Flächen wertvolle Lebensräume für viele - auch gefährdete - Tierarten und Pflanzen. Streuobstwiesen sind zudem durch das Hessische Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz (HAGBNatSchG) geschützt. „Insbesondere aufgrund des Klimawandels müssen solche Biotope erhalten werden“, fordert Dr. Eva-Maria Villnow, die die KfB im Kultur- und Sozialausschuss vertritt, mit Nachdruck.

Die Bebauung des Grünen Wegs wurde vor 15-20 Jahren ins Auge gefasst. Seitdem hat sich in Kronberg vieles weiterentwickelt, es sind andere Baugebiete entstanden. Derzeit laufen Planungen für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in den Baufeldern V am Bahnhof sowie auf dem ehemaligen Sportplatz in Oberhöchstadt. „Die Bebauung bereits versiegelter Flächen ist insbesondere im Hinblick auf den Klimaschutz einer Bebauung von Grünstrukturen unbedingt vorzuziehen“, erläutert Dr. Jochen Eichhorn. Die Situation hat sich geändert und muss neu beurteilt werden, statt an einer Jahrzehnte alten Planung stur festzuhalten.

Ferner hat ein Verkehrsgutachten ergeben, dass die Knotenpunkte am Sodener Stock bereits heute an der Leistungsfähigkeitsgrenze sind. Eine Erschließung des Gebietes Grüner Weg, für das zuletzt rund 600 Wohneinheiten im Gespräch waren, ist daher nicht sinnvoll und würde den bestehenden Stau im Berufsverkehr noch verstärken.

Der Regionale Flächennutzungsplan ist das wesentliche, gesetzlich vorgesehene Planungsinstrument des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain und wird alle 10 Jahre neu aufgestellt, derzeit für das Zieljahr 2030. Mit dem Regionalen Flächennutzungsplan wird die zukünftige Siedlungsentwicklung Kronbergs fundamental beeinflusst, u.a. wird darüber die zukünftige Entwicklung der Verkehrs-, Wohn-, und Gewerbeinfrastruktur sowie die Sicherung des Freiraums in allen Ortsteilen gesteuert.

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