KfB-Modellversuch zum kostenlosen Stadtbus leider nicht durchführbar
- Kronberg für die Bürger

- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit

Es ist schade, dass der Stadtbus zu manchen Zeiten so gut wie leer fährt. Die unabhängige Wählergemeinschaft KfB - Kronberg für die Bürger wollte herausfinden, woran es liegt, dass häufig das Auto genommen wird, obwohl der Bus vor der Tür hält. Vielleicht ist es einfach der Ticketpreis von 2,80 Euro pro Strecke, der davon abhält, spontan in den Bus zu steigen?
Daher hatte die KfB einen Antrag gestellt, einen auf zwölf Monate befristeten Modellversuch mit kostenlosen Stadtbusfahrten für die Linien 71, 72 und 73 innerhalb Kronbergs einzurichten. „Wir haben intensiv versucht, diesen Versuch tatsächlich einzurichten. Dabei sind wir auf viel Wohlwollen gestoßen, aber leider auch auf unumstößliche Hindernisse, die letztlich nicht zu überwinden waren“, stellt Dr. Marcus Bodesheim, der die KfB im ASU vertritt, durchaus enttäuscht fest.
Die Umsetzung des Versuchs hätte zur Folge gehabt, dass die Stadt Kronberg zumindest zeitweise aus dem VHT austreten müsste, da dieser nicht auf die Einnahmen verzichten kann. Außerdem setzt der VHT einen Tarif voraus, der für das gesamte Stadtgebiet gilt. Das bedeutet, dass alle übrigen Busse sowie die S-Bahn für die Strecken innerhalb Kronbergs ebenfalls hätten kostenfrei sein müssen. Dies umzusetzen stellt sich als nicht durchführbar heraus. Und ein Austritt aus dem VHT hätte die Nutzer, die nicht nur den Stadtbus nutzen, mit vielen inakzeptablen Nachteilen konfrontiert. „Eine höhere Auslastung des Stadtbusses ist natürlich wünschenswert und sichert nicht zuletzt seine Attraktivität. Es ist schade, dass unser Vorschlag, wie wir schmerzhaft lernen mussten, wegen kompliziertester Regelungen und Vereinbarungen eigentlich unmöglich ist“, fährt Marcus Bodesheim fort.
So wird die KfB in der laufenden Sitzungsrunde ihren Antrag mit Bedauern zurückziehen. „Dass es nicht zu dem Modellversuch kommt ist schade. Auch wenn wir unseren Ansatz jetzt nicht verwirklichen konnten, werden wir aber weiterhin für die eine gute Auslastung des Stadtbusses eintreten und unsere Ideen einbringen. Auch wenn sie manchmal unkonventionell sind“, kündigt Rainer Schmidt, Fraktionsgeschäftsführer der KfB an.

