KfB fordert Bürgerversammlung zu Gewerbegebieten
- Kronberg für die Bürger

- vor 2 Tagen
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Die unabhängige Wählergemeinschaft KfB – Kronberg für die Bürger hat den Stadtverordnetenvorsteher aufgefordert, zeitnah – noch vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 5. März 2026 – eine Bürgerversammlung einzuberufen. Ziel ist es, über die Planungen der Gewerbegebiete „Am Auernberg“ und „Kronberger Hang“ zu informieren.
„In Gesprächen mit Bürgern stellen wir immer wieder fest, dass vielen nicht bewusst ist, was konkret geplant wird und welche weitreichenden Auswirkungen diese Vorhaben für unsere Stadt und das Stadtbild haben werden“, erklärt Dr. Ralf Pampel, Co-Fraktionsvorsitzender der KfB. „Die Hessische Gemeindeordnung sieht Bürgerversammlungen ausdrücklich vor, um über wichtige Angelegenheiten zu informieren. Dass es sich hierbei um eine solche handelt, liegt auf der Hand.“
Die genaueren Planungen wurden erst in dieser Woche bekannt. Am Kronberger Hang – auf der Fläche zwischen Mc Donald’s und der Trafostation gegenüber dem Jaguar-Autohaus – sind sechs- und achtgeschossige Hochbauten sowie dazwischen eine vierstöckige Bebauung vorgesehen. Dies würde das Stadtbild und den Blick auf Taunus und Burgen nachhaltig verändern.
Für das Gebiet Am Auernberg ist von Oberhöchstadt kommend ein Gebäude mit sechs Stockwerken vorgesehen. Zudem sollen dort Streuobstwiesen und landwirtschaftliche Flächen überbaut werden, auf denen Tierarten nachgewiesen wurden, die unter besonderem Schutz stehen. „Die Bürger müssen detailliert und transparent darüber informiert werden, was hier passieren soll“, führt Dr. Marcus Bodesheim, der die KfB im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) vertritt, weiter aus.
„Angesichts der nun vorgelegten beabsichtigten Baumassen ist eine Bürgerversammlung zwingend noch vor der anstehenden Stadtverordnetenversammlung erforderlich“, ergänzt Detlef Tinzmann, ebenfalls Mitglied des ASU. Dort soll bereits über die Vorentwürfe der Bebauungspläne abgestimmt werden, die unsere Stadt über Jahrzehnte prägen werden. „Dies ist unser Verständnis von Transparenz und offenen Karten. Deshalb fordern wir auch, dass eine Visualisierung der geplanten Baukörper aus der Fußgängerperspektive erfolgt.“
„Bevor Kronberg über neue Gewerbegebiete nachdenkt, müssen vorhandene und absehbar freiwerdende Areale (Procter & Gamble, Feuerwehr) professionell, wirtschaftlich und nachhaltig entwickelt werden“, mahnt Dr. Ralf Pampel, stellvertretender Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. „Es ist leicht, neue Flächen zuzubauen — aber verantwortungsvoll ist es, vorhandene Potenziale zu nutzen.“


